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Belgien debattiert über Sterbehilfe für Kinder

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Belgien debattiert über Sterbehilfe für Kinder

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Belgiens Parlament debattiert derzeit über eine Ausweitung des Sterbehilfegesetzes auf Demenzkranke und Minderjährige. 16 Kinderärzte in Belgien hatten in einem offenen Brief an große Tageszeitungen aktive Sterbehilfe für Minderjährige gefordert. Was für erwachsene Todkranke erlaubt sei, solle auch für Kinder ermöglicht werden, wenn diese das wünschten, hieß es darin.
Experten sagten bei Anhörungen im Parlament, dass ein endlich legaler Rahmen für das geschaffen werden müsse, was längst Praxis sei. Das bekräftigte auch Dr. Geirland van Beirlant vom Universitätsklinikum in Brüssel: “Manchmal müssen wir heimlich Sterbehilfe leisten. Wir dürfen davon nichts in den Akten erwähnen. Die Dinge geschehen heimlich. Wir Ärzte wollen einfach die bestmögliche Behandlung geben.”
Bereits jetzt ist die Regelung in Belgien liberaler als in anderen Ländern Europas. Das Parlament erwägt jetzt, Sterbehilfe für unter 18-Jährige unter drei Bedingungen zu erlauben: Die Betroffenen müssen ihre Urteilsfähigkeit besitzen, unheilbar krank sein und unter unstillbaren Schmerzen leiden. Religiöse Verbände sprachen sich entschiedenen gegen den Vorstoß aus.