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Berlin erinnert an 1938

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Berlin erinnert an 1938

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Vor 75 Jahren sind überall in Deutschland Synagogen und jüdische Geschäfte zerstört worden. In der Hauptstadt Berlin erinnern Einzelhändler und Kaufhäuser mit einer Schaufenster-Aktion an die Novemberpogrome der Nationalsozialisten, die früher verharmlosend Reichskristallnacht genannt wurden.

Viele Passanten bringt es zum Nachdenken: “Man sollte immer wieder die Menschen daran erinnern, dass wir mal solche Bestien waren – und das finde ich furchtbar.” Der Leiterin eines Geschäfts scheint die Aktion zu gefallen: “Wir haben hier so viele Ethnien und so viele Menschen aus unterschiedlichen Teilen der Welt und jeder soll hier froh und glücklich sein in Berlin, in Deutschland, und wir müssen uns immer daran erinnern, dass sowas nicht noch mal passiert.”

Im Rahmen einer Umfrage wurden Juden aus acht EU-Staaten befragt. Dreiviertel von ihnen haben das Gefühl, dass der Antisemitismus in den vergangenen fünf Jahren zugenommen hat. Knapp die Hälfte fürchten, in der Öffentlichkeit beschimpft oder schikaniert zu werden, nur weil sie Juden sind. Experten zufolge schüren vor allem antisemitische Inhalte im Internet die Angst an.