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Britischer Soldat wegen Hinrichtung eines Afghanen verurteilt

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Britischer Soldat wegen Hinrichtung eines Afghanen verurteilt

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Ein britischer Soldat ist von einem Militärgericht für schuldig befunden worden, 2011 einen aufständischen Soldaten ermordet zu haben. Zwei weitere Anklagte wurden freigesprochen. Die Tat war von der Helmkamera eines Soldaten aufgezeichnet worden. Das Gericht hatte die Veröffentlichung des Videos verboten, um zu verhindern, dass es zu Propagandazwecken missbraucht wird. Aus der Tonspur des Mitschnitts ist zu entnehmen, wie der Schütze nach der Tat zu seinen Begleitern sagte:

“Das muss unter uns bleiben.”

“Geht in Ordnung!”, antwortete ein Kamerad.

“Ich habe soeben die Genfer Konvention gebrochen”, sagte der Soldat.

“Was wir während der Verhandlung gehört haben, entspricht nicht dem Ethos und den Werten eines britischen Soldaten. Das war ein schockierendes und entsetzliches Fehlverhalten”, so ein britischer Armeesprecher.

Der bei einem Hubschrauberangriff verletzte, unbewaffnete Afghane wurde offenbar aus nächster Nähe mittels eines Pistolenschusses hingerichtet. Anschließend verhöhnte der Brite sein Opfer.