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Erstes Atomabkommen mit Iran rückt in greifbare Nähe

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Erstes Atomabkommen mit Iran rückt in greifbare Nähe

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Es ist der letzte Tag der Friedensgespräche in Genf – und es könnte ein guter Tag werden. Eine Übergangslösung ist im Gespräch: Iran könnte die Urananreicherung zeitweise aussetzen, dafür könnte der Westen die Wirtschaftssanktionen lockern. 50 Milliarden US-Dollar aus iranischen Öleinnahmen könnten freigegeben werden, wenn Iran sein Atomprogramm vorübergehend auf Eis legt.

Der iranische Außenminister Mohammed Dschawad Sarif:
“In der Besprechung hatte ich das Gefühl, dass auch unser Gegenüber ein Ergebnis erreichen möchte. Die 5+1 Gruppe muss das Vertrauen der Iraner gewinnen. Dazu ist jetzt Gelegenheit.”

Der Sprecher des Weißen Hauses Jay Carney will sich dennoch nicht nur auf Worte verlassen:
“Wir haben jetzt die Möglichkeit, etwas zu verändern. Die möchten wir nutzen. Iran engagiert sich ernsthaft in den Verhandlungen, doch wir stellen auch immer wieder klar, dass jetzt Taten zählen.”

Der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu ist weiterhin misstrauisch, er bezeichnet einen Kompromiss als “historischen Fehler”.

Fariba Mavaddat, euronews: “Letztes Jahr noch galten direkte Verhandlungen zwischen Iran und den USA als unmöglich. Jetzt ist ein guter Zeitpunkt, um einen Schritt nach vorn zu machen.”