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Euro schmiert ab - "das war heftig"

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Euro schmiert ab - "das war heftig"

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Ein überraschend starker US-Arbeitsmarktbericht hat den Eurokurs heftig unter Druck gesetzt. Tags zuvor hatte die Leitzinssenkung der Europäischen Zentralbank viele an den Finanzmärkten überrascht. Der Euro könnte damit seinen Prestigeerfolg als am stärksten gestiegene wichtige Währung des Jahres quasi über Nacht einbüssen.

Der Kurs der Gemeinschaftswährung fiel an einem Tag um rund einen Cent auf zuletzt 1,3334 US-Dollar, weit entfernt vom Jahresgipfel über 1,38 Dollar Ende Oktober.

Damit kam die – als nachhaltig deklarierte – Leitzinssenkung in Europa just zum selben Zeitpunkt, an dem in den USA angesichts des robusten Jobwachstums demnächst mit einem Ende der expansiven Geldpolitik gerechnet wird. Die Analyseprogramme laufen heiß.

“Das war heftig”, “heute kommt Bewegung rein”, “deftiger Kursverlust”, schreiben Finanzanalysten.

Dax und Dow sollten angesichts der anhaltenden Geldschwemme schon bald neue Rekorde aufstellen, sagen Marktstrategen wie Rüdiger Janßen von der Bremer Landesbank – trotz kurzfristiger Gewinnmitnahmen.

Der Eurostoxx50 gab nach (-0,33 Prozent) , wie auch die Börsen in Frankfurt und Paris.

Europas Exporteure, vor allem die aus Deutschland, können sich die Hände reiben – aber nicht zu laut. Gerade noch wurden ihre Überschüsse kritisiert – und da war ihre Währung sogar noch fünf Cent weniger wettbewerbsfähig.

Sigrid Ulrich mit Reuters, dpa