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Israel und Iran - die Geschichte einer Feindschaft

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Israel und Iran - die Geschichte einer Feindschaft

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Hoffnung auf Entspannung zwischen Israel und Iran?
Oder doch nicht? Israels Regierungschef Netanjahu mochte bei Gesprächen mit amerikanische Parlamentariern in Jerusalem seine Zurückhaltung nicht aufgeben. Es gab nicht einmal das sonst obligatorische Foto. Die Lage bleibt angespannt, kommentierten das Beobachter. Netanjahu wörtlich:
“Ich sehe, wie die Iraner sehr zufrieden durch Genf spazieren. Ganz so, als hätten sie schon alles bekommen und nichts dafür bezahlt. Das ist ein sehr schlechter Deal, den Israel ablehnt.”
In seiner Rede vor den Vereinten Nationen hatte Netanjahu im September 2012 vom “Betrug des Jahrhunderts” gesprochen, Iran habe mit seiner Urananreicherung eine “rote Linie” überschritten.
Israel fühle sich bedroht, weil Iran innerhalb von Monaten, vielleicht sogar nur Wochen genug Uran für seine erste Bombe haben könnte. Für Israel sei eine einfache Reduzierung des Anreicherungsgrades keinesfalls ausreichend!
Und was ist mit den Veränderungen, die in Teheran mit der Wahl des neuen Präsidenten Ruhani Einzug nehmen? Der sandte schnell Botschaften aus, die sowohl vor der UN-Vollversammlung als auch im Weißen Haus mit wohlwollendem Interesse aufgenommen wurden.
Zur Geschichte. Mit dem Schah hatten die Israelis kein Problem. Beide Seiten setzten auf den gemeinsamen Verbündeten USA. Dann kamen die Mullahs mit Ajatollah Chomeini an der Spitze und verjagten den Schah. Mit der Errichtung des Gottesstaates begann eine Eiszeit in den Beziehungen zu Israel. Schlimmer noch. Es wuchs Feindschaft. Keine gegenseitige Anerkennung mehr.
Was folgte, waren Jahre voller Zorn und Feinseligkeiten.
Am Rande der Trauerfeierlichkeiten für Papst Johannes Paul II. schien 2005 so ein winzig kleines Hoffnungsflämmchen aufzuflackern, als zwei moderate Vertreter beider Staaten sich in Rom begegneten…
Aber dann kam in Teheran Hardliner Ahmadinedschad auf den Präsidentenstuhl, der gleich in seinem ersten Amtsjahr verkündete, er wolle Israel von der Landkarte tilgen. Das Hasswort “Zionismus” war allethalben im Iran zu hören, demonstriert wurde gegen die Davidsstern.
Ahmadinedschad drohte, Netanjahu verkündete, wie er mit Gewalt auf die Bedrohung antworten wolle…
Dabei hieß es offiziell aus dem Iran, wo rund zehntausend Juden leben, man sei nicht antisemitisch sondern nur antizionistisch – und protestiere gegen die Annektion von Palästinenserland durch Israel.