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Milizen verbreiten Angst und Schrecken in Tripolis

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Milizen verbreiten Angst und Schrecken in Tripolis

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Die Kämpfe dauerten die ganze Nacht: Verfeindete Milizen haben sich in Libyens Hauptstadt Tripolis heftige Gefechte geliefert. Zwei Menschen wurden getötet, Dutzende verletzt. Nach Angaben von Sicherheitskräften war eine Gruppe Kämpfer aus Misrata nach Tripolis gekommen, um den Tod eines ihrer Männer zu rächen. Der Schusswechsel brach in der Nähe der Strandpromenade aus.

Der Regierung gelingt es offenbar nicht, die Kämpfer, die vor zwei Jahren am Sturz von Muammar al-Gaddafi teilnahmen, zu kontrollieren. Ein Mann klagt nach dem Freitagsgebet: “Wir fordern den Sturz der Regierung und zwar so früh wie möglich. Vergangene Nacht herrschte Chaos. Wo war die Regierung? Wir haben keinen Verantwortlichen gesehen.”

Ministerpräsident Ali Seidan will die ehemaligen Kämpfer, die zum Teil noch schwer bewaffnet sind, in die Armee und in die Polizei integrieren. Doch die meisten gehorchen weiterhin ihrem Kommandeur oder dem Chef ihres Stammes.