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Syrische Flüchtlinge auf Lampedusa im Hungerstreik

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Syrische Flüchtlinge auf Lampedusa im Hungerstreik

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Seit Tagen sind syrische Einwanderer in einem Auffanglager auf Lampedusa im Hungerstreik. Sie protestieren dagegen, dass sie nicht wie andere Flüchtlinge das Lager nach einigen Tagen verlassen und weiterziehen dürfen. Sie wollen nicht in Italien bleiben, sondern in nordeuropäischen Ländern Asyl beantragen.

Ein syrischer Flüchtling sagt:
“Menschen haben ein Recht auf Streik. Es gibt Menschen, die seit dem 14. Oktober hier sind. Jetzt wollen sie weg. Andere sind erst vor Kurzem gekommen und haben das Lager bereits wieder verlassen. Das ist ungerecht. Jeder muss warten, bis er dran ist. Man kann die Situation hier nicht länger als drei oder vier Tage ertragen.”

Das Auffanglager ist für rund 250 Menschen ausgelegt. Normalerweise sollen die Flüchtlinge nicht länger als drei Tage bleiben. Aktuell leben dort 600 Menschen für rund 20 Tage oder länger, vor allem Syrer und Eritreer.

Euronews-Reporterin Lilia Rotoloni sprach vor Ort mit einem Betroffenen, der sagte, er sei seit vier Tagen im Hungerstreik und bereit zu sterben, wenn sie ihn nicht gehen ließen.