Eilmeldung

Eilmeldung

Atomverhandlungen in Genf: "Nutzen wir die Gunst der Stunde"

Sie lesen gerade:

Atomverhandlungen in Genf: "Nutzen wir die Gunst der Stunde"

Schriftgrösse Aa Aa

In Genf ringen der Westen und der Iran weiter um einen Atomkompromiss, jetzt sind auch Chefdiplomaten aus Russland und China zu den Gesprächen dazugestoßen. Viele Fragen sind noch strittig, doch eine Einigung scheint in greifbarer Nähe. Der britische Außenminister William Hague zeigte sich vorsichtig optimistisch: “Wir müssen alles tun, was wir können, und die Gunst der Stunde nutzen, um ein Abkommen zu erreichen, auf das die Welt schon seit langem gewartet hat.”

Experten halten folgenden Deal für möglich: der Iran könnte die Urananreicherung teilweise aussetzen und der Westen würde im Gegenzug einige der internationalen Sanktionen lockern. Frankreichs Außenminister Laurent Fabius dämpfte allerdings die Erwartungen, er sagte dem Radio France Inter: “Es gibt einen Text, den wir nicht akzeptieren.”

Euronews-Reporterin Fariba Mavaddat erklärte: “Am dritten Tag der Atomgespräche in Genf ist der anfängliche Optimismus in Unsicherheit umgeschlagen. Doch die Anwesenheit aller Parteien und das hohe Tempo in dem die Gespräche geführt werden, nähren die Hoffnung auf ein baldiges Abkommen.”