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Menschenschmuggler auf Lampedusa verhaftet

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Menschenschmuggler auf Lampedusa verhaftet

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Die italienische Polizei hat einen der mutmaßlichen Schleuser von Lampedusa festgenommen. Der 24-jährige Somalier wird verdächtigt, die Überfahrt mitorganisiert zu haben, bei der vor knapp fünf Wochen hunderte Flüchtlinge ertranken. Das überfüllte Flüchtlingsboot war am 3. Oktober wenige Meter vor der Insel nach einem Brand an Bord gekentert. 366 Leichen wurden geborgen, 155 Flüchtlinge überlebten das Unglück. Die meisten Passagiere stammten aus Eritrea. Dem Verdächtigen werden eine Reihe von Verbrechen zur Last gelegt, Überlebende berichteten Vergewaltigungen und Folter. Wie die Polizei mitteilte, hätten Passagiere der Unglücksfahrt den somalischen Menschenschmuggler in Lampedusa erkannt und versucht, ihn zu lynchen. Ein weiterer Verdächtiger, ein 47-jähriger Palästinenser, wurde ebenfalls auf Lampedusa verhaftet. Er soll die Flüchtlinge vor ihrer Abreise ausgeraubt haben.