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Apokalyptische Zustände auf den Philippinen

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Apokalyptische Zustände auf den Philippinen

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Drei Tage nach dem verheerenden Taifun “Haiyan” warten Hunderttausende Menschen auf den Philippinen immer noch auf Versorgung. Die Rettung ist angelaufen, doch die Hilfsorganisationen kommen nur langsam in die Katastrophengebiete. In den Straßen liegt der Schutt meterhoch und der Flughafen der Küstenstadt Tacloban ist schwer beschädigt, große Maschninen können dort nicht landen. Immer wieder kommt es zu Plünderungen, die Regierung schickte die Armee, um die Ordnung wiederherzustellen.

Präsident Benigno Aquino rief den Notstand aus. Das erlaube es der Regierung schnell zu handeln, um den Provinzen, die von dem Taifun betroffen seien, zu helfen, und dort den Wiederaufbau voranzutreiben. Allein in der Region Tacloban hat eine Halbe Million Menschen ihr Obdach verloren. Tausende suchen verzweifelt nach ihren Familienangehörigen. Eine junge Frau verlor ihre Tochter: “Sie entglitt meinen Händen. Ich glaube, sie hat sich geopfert als sie losgelassen hat, denn sie wusste, dass wir ansonsten beide ertrunken wären.”

Überall in den Straßen liegen Leichen, die Seuchengefahr steigt rapide. Nach drei Tagen in der schwülen Hitze, erzählt eine Augenzeugin, sei der Verwesungsgeruch entsetzlich. An mehreren Orten bereiten die Behörden Massengräber vor, aber angesichts des Elends der Überlebenden gibt es nicht genügend Helfer für alle Aufgaben.