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Chinesen stoßen am liebsten mit französischen Weinen an

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Chinesen stoßen am liebsten mit französischen Weinen an

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China ist einer der größten Wein-Absatzmärkte der Welt und damit für klassische und aufstrebende Hersteller nicht nur bei der Messe in Hongkong ein attraktives Terrain. Beobachter rechnen damit, dass sich der Weinkonsum der Chinesen bis 2016 im Vergleich zu 2010 verdoppeln wird. Der Rebensaft ist im Reich der Mitte das In-Getränk.

“Der Markt in China wird meiner Meinung nach definitiv weiterwachsen”, meint Patrick Festl, ein in Hongkong ansässiger Weinhändler. “In welchen Bereichen, das kann man jetzt noch nicht sagen. Die Wein-Nachfrage wird immer größer. Man muss sich nur die Zahlen angucken. Hier leben 1,3 Milliarden Menschen – und die trinken gerne Wein.”

Fast die Hälfte der chinesischen Weinimporte kommt aus Frankreich. Auf dem zweiten Platz liegt Australien, gefolgt von spanischen Weinen. Die iberischen Produzenten haben den Franzosen den Kampf angesagt.

“Frankreich hat als Exporteur einen sehr guten Ruf in China”, so José Maria Nieves, ein spanischer Weinexperte. “Aber es ist eine Frage des Images. Die Leute kaufen die französischen Weine, weil diese einen guten Ruf haben, aber die Konsumenten lernen dazu. Sie verstehen mehr und mehr von Wein und merken, dass auch spanische Weine eine sehr gute Qualität haben – und sehr gute Preise.”

Auch Exoten drängen auf den chinesischen Markt. Anbauer aus Marokko oder Litauen wollen von der Weinlust in Fernost profitieren. Doch die Chinesen importieren nicht nur, sie produzieren auch selbst. Innerhalb von zehn Jahren wurde die Anbaufläche fast verdoppelt.