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Vater und Sohn stranden in "Nebraska"

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Vater und Sohn stranden in "Nebraska"

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Jeder kennt diese Briefe oder Mails, die einem vorgaukeln, man habe den großen Preis gewonnen. In Alexander Paynes Roadmovie “Nebraska” beschließt Woody, ein dickköpfiger, leicht dementer alter Mann, sich den versprochenen Millionendollar Gewinn zu holen. Der Trip in Begleitung seines Sohnes wird zur Reise in die Vergangenheit. Bruce Dern und Wil Forte spielen das ungleiche Vater-Sohn-Gespann.

Will Forte: “Unsere Beziehung im Film entsprach der im wirklichen Leben. Wir kannten uns vorher überhaupt nicht und saßen quasi 35 Tage lang in diesem Auto oder in tristen Häusern irgendwo mitten in Nebraska fest. Wir verbrachten viel Zeit miteinander und lernten uns richtig gut kennen. Am Ende standen wir uns sehr nah.”

Bekannt ist Oscarpreisträger Alexander Payne für feinfühlige Beziehungsgeschichten wie “Sideways” oder “The Descendants”. Auch “Nebraska” ist ein behutsames Familienporträt in Schwarz-Weiß.
Bruce Dern, Vater der Schauspielerin Laura Dern, wurde in Cannes mit dem Preis für den besten Darsteller ausgezeichnet.

Bruce Dern: “Die Handlung klingt zunächst simpel, hat aber viele Facetten und spricht die vielen unterschiedlichen Schichten von Beziehungen an. Ich hatte immer das Gefühl in meinem Leben, auch wenn ich es nicht getan habe, dass es wichtig ist, älteren Menschen die Dinge zu sagen, die wirklich zählen, bevor es zu spät ist. Auch darum geht es in diesem Film.”

“Nebraska” startet nun pünktlich zur Oscarsaison in den USA und kommt zum Jahresende in die europäischen Kinos. Deutschsprachiger Filmstart ist der 16. Januar.