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Atomgespräche mit Iran: Wer ist Schuld am verpassten Deal?

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Atomgespräche mit Iran: Wer ist Schuld am verpassten Deal?

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Der iranische Außenminister Mohammed Dschawad Sarif hat den Westen für das erneute Stocken der Atomverhandlungen verantwortlich gemacht.
Die Gespräche in Genf waren zwar gut verlaufen, auf einen Deal konnten sich die Teilnehmer aber nicht einigen.

Mohammed Dschawad Sarif:
“Ganz besonders ein Land fühlte, dass es immer mehr die Kontrolle über die Situation verlor”, sagte Dschawad Sarif und bezog sich dabei möglicherweise auf Frankreich.
“Eine Lösung wird es nur geben, wenn alle Wirtschaftssanktionen aufgehoben werden, auch die des UN-Sicherheitsrats.”

Sarif widersprach damit dem US-Außenminister John Kerry. Dieser hatte am Montag dem Iran vorgeworfen, einen Durchbruch bei den Verhandlungen verhindert zu haben.
35 Jahre Funkstille zu überwinden sei nicht so einfach, meinte Kerry. Es brauche Zeit, um die Differenzen auszuräumen.

Der Schwerwasserreaktor in Arak war wohl einer der größten Streitpunkte. Die Anlage soll im Januar in Betrieb gehen. Iran erlaubte jüngst internationalen Inspektoren, das Kernkraftwerk zu inspizieren. Das könnte bereits in wenigen Wochen geschehen.