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Taifun Haiyan: Menschen fliehen aus Tacloban

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Taifun Haiyan: Menschen fliehen aus Tacloban

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Vier Tage ist es her, dass Taifun “Haiyan” über die Philippinen hinweggefegt ist und eine Spur der Verwüstung hinterlassen hat. Viele Länder baten inzwischen Unterstützung an, doch schlechtes Wetter und zerstörte Flughäfen behindern die Hilfsmaßnahmen.

Im strömenden Regeln belagern verzweifelte Familien den Flughafen in Tacloban und hoffen, mit einer Militärmaschine auszufliegen.

“Wir sind schon seit Tagen hier”, sagt dieser Mann, “meine Kinder haben nichts mehr zu essen. Wir haben den Taifun überlebt, aber jetzt werden wir hier verhungern.”

“Überall waren tote Körper, der Gestank machte unsere Kinder krank. Deshalb wollen wir nach Manila”, sagt diese Frau.

Die Plätze in den Maschinen reichen aber bei weiten nicht.

Am schlimmsten getroffen wurde Tacloban. Die verwüstete Küstenstadt steht immer noch unter Wasser, da Trümmerberge den Abfluss behindern. Kadaver und Fäkalien schwimmen in der Brühe, Menschen auf Flößen versuchen, mit bloßer Hand Fisch zu fangen.

Die Zahl der Opfer ist weiterhin völlig unklar. Schätzungen zufolge sollen allein in Tacloban 10.000 Menschen ums Leben gekommen sein. Rund 800.000 sind obdachlos.
Dieses Amateurvideo wurde am Freitag in Tacloban aufgenommen und spricht von der Zerstörungskraft des Taifuns.

Am Mittwoch und Donnerstag soll südlich des Katastrophengebietes ein Sturmtief vorbeiziehen, das die Situation für die Helfer weiter erschweren könnte.