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Die Objekte des Surrealismus, anregender denn je!

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Die Objekte des Surrealismus, anregender denn je!

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Selten war der Surrealismus so aktuell wie heute, zumindest in der europäischen Museumslandschaft.
Während das Madrider Thyssen-Bornemisza Museum gerade die Traumbilder der Surrealisten erforscht, befasst sich eine Ausstellung im Pariser Centre Pompidou mit ihren Objekten anhand von über 200 Exponaten, “Le surréalisme et l’objet” .

“Andre Breton hat einmal gesagt, die surrealistischen Objekte seien die konkrete Darstellung von Träumen”, erklärt Kurator Didier Ottinger. “Sie sind wie Parasiten, die unsere Beziehung zur Wirklichkeit stören. Dieser Störfaktor reißt den Schleier der Wirklichkeit auf und zeigt, was die Surrealisten wirklich interessiert: Verlangen, Unterbewusstsein, Fantasievorstellungen.”

Marcel Duchamp diente den Surrealisten als geistiger Vater und Mentor.

“Duchamp inszenierte ab 1938 die Ausstellungen der Surrealisten. Er schuf die Kulissen, damals war vom Geisterzug die Rede. Etwas später bezeichnete die Kritik die Ausstellung der Surrealisten als Vergnügungspark. Das war ein revolutionärer Ansatz, der von Anfang an das Publikum begeisterte. Die Surrealisten-Ausstellungen in den 30er Jahren empfingen bis zu 50 Tausend Besucher. Das war damals unglaublich. Der Surrealismus ist die erste Bewegung, die es schaffte, eine Verbindung zwischen den Künstlern und dem breiten Publikum herzustellen.”

Neben großen Namen wie Man Ray, Dalí, oder Duchamp sind auch zeitgenössische Künstler wie Théo Mercier, Paul McCarthy und Cindy Sherman zu sehen. Bis zum 3. März in Paris.