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Greenpeace-Aktivisten aus Murmansk nach St. Petersburg verlegt

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Greenpeace-Aktivisten aus Murmansk nach St. Petersburg verlegt

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Die 30 in Russland in Untersuchungshaft einsitzenden Greenpeace-Aktivisten sind am Dienstag aus Murmansk nach Sankt Petersburg verlegt worden. Nach ihrer Ankunft in Sankt Petersburg wurden sie auf verschiedene Haftanstalten verteilt. Ihnen soll wegen Rowdytums der Prozess gemacht werden. Den Aktivisten drohen damit bis zu sieben Jahre Haft. Greenpeace ist unsicher, ob sich die Haftbedingungen für die 30 verbessern: “Wir sorgen uns um den Zustand unserer Aktivisten. Es ist unwahrscheinlich, dass man sie in Einzelhaft steckt. Sie könnten mit gewöhnlichen Verbrechern zusammengelegt werden”, befürchtet Michail Kreindlein.

Die Aktivisten hatten im September eine Bohrinsel des staatlichen russischen Energiekonzerns Gazprom geentert, um gegen den Abbau von Bodenschätzen in der Arktis zu protestieren. Daraufhin hatte die russische Küstenwache ihr Schiff, die “Arctic Sunrise”, aufgebracht und die Aktivisten festgenommen. Ihre Verlegung von Murmansk nach Sankt Petersburg wurde damit begründet, dass die Justiz von Murmansk für Anklagen wegen Rowdytums nicht zuständig ist.