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"Occupy": Menschenkette vor Parlament in Sofia

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"Occupy": Menschenkette vor Parlament in Sofia

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Die Proteste gegen die Regierung in Sofia reißen nicht ab. Hunderte Studenten bildeten eine Menschenkette, um das buglarische Parlament zu blockieren.

Die Situation eskalierte und es kam zu Zusammenstößen mit der bulgarischen Polizei. Mehrere Menschen wurden abgeführt. Einige Aktivisten legten sich auf die Straße, um Polizeipatrouillen zu stoppen. Der Verkehr in der Innenstadt von Sofia kam zum Erliegen.

Die Demonstranten werfen dem sozialistisch geführten Kabinett Korruption und die Abhängigkeit von Oligarchen vor, sie fordern dessen Rücktritt.

Seit Wochen werden sind Hochschulen besetzt. Seit die ersten Proteste im Mai begannen, haben die Spannungen zugenommen:

Ein Verletzter beschreibt, wie ein Polizist ihn mit einem Schraubenschlüssel bedroht hat.

Erst am Sonntag hatten sich Tausende Bulgaren zu einem Marsch der Gerechtigkeit zusammengeschlossen.

Im ärmsten EU-Land wird die sozialistisch geführte Regierung von der Türkenpartei und indirekt von der nationalistischen Partei Ataka unterstützt, die viele als unmoralisch kritisieren. Der Druck der Straße hatte auch schon die Vorgängerregierung zu Fall gebracht.

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