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Plünderungen in Venezuela

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Plünderungen in Venezuela

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In einem Vorort der venezolanischen Hauptstadt Caracas sind Elektronikmärkte geplündert worden. Seit die Regierung vor zwei Tagen eine Preissenkung verordnete, um gegen die Inflation vorzugehen, herrscht Ausnahmezustand. Viele Geschäfte bleiben aus Furcht vor Ausschreitungen geschlossen.

Die Regierung ließ 28 Ladenbesitzer verhaften. Sie wirft ihnen Wucher vor. Die Generalstaatsanwältin sprach von einem ökonomischen Krieg gegen die parasitäre Bourgeoisie.

Präsident Nicólas Maduro kündigte an, dass er nach den Elektronikwaren nun auch bei Lebensmitteln, Spielzeug, Textilien, Eisenwaren und Autos eine Preissenkung erzwingen will. Für die Ausschreitungen machte er gewalttätige Unruhestifter verantwortlich, sie hätten sich unter die wartenden Menschen gemischt.

Experten zufolge könnten die Regierungskandidaten bei den Kommunalwahlen in knapp einem Monat von den populistischen Maßnahmen profitieren. Doch für die Wirtschaft des Landes seien sie schädlich, denn sie schreckten Investoren ab. Die Engpässe bei Nahrungsmitteln, die bereits im Oktober aufgetreten waren, könnten sich verschärfen.