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Chinas Kommunisten wollen mehr Markt und weniger Staat.

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Chinas Kommunisten wollen mehr Markt und weniger Staat.

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Ein Jahr nach dem Generationswechsel an der Spitze der Kommunistischen Partei Chinas hat das Zentralkomitee eine “umfassende Vertiefung der Reformen” im Land beschlossen. In der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt nach den USA soll der Markt nicht wie bisher nur eine “grundlegende”, sondern künftig eine “entscheidende” Rolle bei der Verteilung von Ressourcen spielen.

“Alle Reformen auf einmal auszuführen wäre schwierig”, sagt der Analyst Zhang Bin. “Man kann nicht erwarten, dass alle Regierungsabteilungen gleichzeitig reformiert werden. Die Erfahrung mit erfolgreichen Reformen zeigt, dass man zunächst einen Schlüsselbereich verändern kann, anschließend wirkt sich das dann auf andere Bereiche aus.”

Das mit Spannung erwartete Kommuniqué blieb allerdings eher vage. Der Kern sei der angemessene Umgang mit dem Verhältnis zwischen Markt und
Staat, heißt es darin. Sowohl staatliches als auch privates Eigentum seien “wichtige Bestandteile” der “sozialistischen Marktwirtschaft”. Es hebt damit die Rolle der Privatwirtschaft hervor,
die heute bereits 60 Prozent zu Chinas Wirtschaftsleistung beiträgt.