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Verzweifelte Taifun-Opfer bei Reisklau von Wand erschlagen

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Verzweifelte Taifun-Opfer bei Reisklau von Wand erschlagen

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Bei der Plünderung eines Reis-Lagers auf der von dem Taifun Haiyan verwüsteten philippinischen Insel Leyte sind acht Menschen getötet worden. Sie wurden unter der einstürzenden Mauer eines Lagerhauses begraben. Verzweifelte Überlebende hatten das Lagerhaus in Alangalan rund 100 Kilometer südlich von Tacloban das Lagerhaus gestürmt. Nach Behördenangaben entwendeten sie 129.000 Zentner-Säcke Reis im Wert von rund 21 Millionen Euro. Fünf Tage nach dem Monstertaifun sind erst sehr wenige Hilfslieferungen im Katastrophengebiet auf der Insel Leyte eingetroffen. Internationale Katastrophenhelfer fühlen sich an den riesigen Weihnachtstsunami 2004 erinnert.

“Es ist ein wenig so wie beim Tsunami, glaube ich. Momentan gehen wir davon aus, dass so gut wie alles zerstört wurde. Viele Menschen haben kein Wasser, keine Lebensmittel. Wir richten eine Wasseraufbereitungsanlage ein”, schildert Tim Van Riet,von der belgischen Hilfsorganisation B-FAST B-FAST seinen Eindruck von der Lage in Tacloban-Stadt.

Nach offizieller Zählung wurden durch Haiyan mehr als 2.000 Menschen getötet. Die Vereinten Nationen gehen von mehr als 600.000 Katastrophenflüchtlingen aus. Die Sicherheitslage verschlechtert sich zusehends. Soldaten gehen vermehrt mit scharfer Munition gegen Plünderer vor.

Wenn Sie für die Philippinen spenden wollen – hier einige LINKS zu Hilfsorganisationen:

I.S.A.R. Germany
Deutsches Rotes Kreuz
Unicef
Aktion Deutschland hilft
Caritas Schweiz