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Geografisches Krisenmanagement nach dem Taifun


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Geografisches Krisenmanagement nach dem Taifun

Der mörderische Taifun “Haiyan” hat auf den Philippinen eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Das ganze Ausmaß der Katastrophe ist noch nicht abzusehen. In abgelegenen Gebieten mussten die Menschen tagelang auf Wasser und Nahrung warten. Dafür, dass es überhaupt so etwas wie einen Überblick im Katastrophenfall gibt, darum bemüht sich MapAction, eine internationale Organisation mit Sitz in England. Deren Experten erstellen mithilfe von Satellitenaufnahmen und Kollegen vor Ort Landkarten für die Helfer, um ihnen einen möglichst raschen und sicheren Zugang zum Katastrophengebiet zu ermöglichen, erklärt Liz Hughes von MapAction.

“Wir versuchen, Hilfskräfte bei der Aufstellung ihrer Prioritäten zu unterstützen, um zu klären, wo welche Hilfe am Dringendsten benötigt wird. Wir helfen, einen Überblick zu erstellen, damit sie so effizient wie möglich zum Einsatz kommen.”

Rund zwei Tage vergehen von der Anfrage bis zur Bereitstellung der Krisenkarten, die genaue Angaben über Ausmaß der Naturkatastrophe vermitteln, zum Beispiel Informationen über die Niederschlagsmenge, von der Sturmflut betroffene Gebiete und besonders stark zerstörte Provinzen.

Liz Hughes: “Die Vereinten Nationen bauen gemeinsam mit den philippinischen Behörden eine Hilfszentrale auf und wir liefern ihnen die dafür nötigen Daten. Sobald wir von den Agenturen erfahren, wer wo im Einsatz ist, wo es Trinkwasser gibt und wo nicht, können wir sehr schnell eine Krisenkarte mit all diesen Informationen erstellen.”

MapAction existiert seit etwa zehn Jahren und stand unter anderem nach der Flutkatastrophe in Pakistan und dem Erdbeben auf Haiti mit geografischem Krisenmanagement zur Seite.

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