Eilmeldung

Eilmeldung

Hilfe auf den Philippinen kommt nur schleppend in Gang

Sie lesen gerade:

Hilfe auf den Philippinen kommt nur schleppend in Gang

Schriftgrösse Aa Aa

Nur schleppend kommen Hilfsaktionen auf den Philippinen in Gang: Fast eine Woche nach dem verheerenden Taifun erreichen Hilfsgüter die Insel Cebu. Die Verwüstungen erschweren die Verteilung von Nahrung, Wasser und Medikamenten.

In einem Telefoninterview beschreibt ein Mitglied einer ungarischen Rettungsmannschaft der Baptisten die Situation in der Hafenstadt Tacloban auf der Insel Leyte. Der Ort wurde fast vollständig zerstört.

“Alle 15 Minuten landet ein Flugzeug, das von Soldaten schnell entladen wird. Das Problem ist aber, dass es kein Benzin auf der Insel gibt, sodass es unmöglich ist, die Hilfsgüter in die Stadt zu den Menschen zu bringen. Diejenigen, die zum elf Kilometer entfernten Flughafen kommen, bekommen alles, was sie brauchen. Unser ungarisches Team sowie alle anderen tun alles, was sie können.”

“Als wir den Flughafen verlassen haben, haben wir nach 100 Metern Leichen gesehen, am Rande der Straße liegend, unbedeckt. Tote, zwei oder drei in einem Sack, lagen auf den Bänken der Bushaltestellen. Die Behörden begannen heute damit, die Leichen einzusammeln, aber nur in den Hauptstraßen. Niemand weiß, wie viele Tote es auf dem Land gibt, in den abgelegenen Dörfern.”

Die offizielle Zahl der Opfer wird bislang auf über 2300 beziffert, dürfte aber noch erheblich steigen. Nach Angaben der philippinischen Armee wurden bis Donnerstag mehr als 700 Tonnen Hilfsgüter verteilt.