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Irans Atomprogramm: Sieg der Diplomatie - oder Krieg?

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Irans Atomprogramm: Sieg der Diplomatie - oder Krieg?

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Im Ringen um das iranische Atomprogramm will US-Außenminister John Kerry vorerst nicht mit schärferen Sanktionen Druck machen. Die USA sollten Teheran noch “einige Wochen” Zeit geben, um in den Atomgesprächen eine Einigung zu erzielen, sagte Kerry vor einer Anhörung im Senat in Washington: “Unsere Hoffnung ist, dass es keine neuen Sanktionen gibt. Ganz einfach aus folgendem Grund: Es könnte von den Iranern als schlechtes Zeichen gewertet werden. Das würde die Möglichkeiten einer Einigung sinken lassen und uns um gut 30 Jahre zurückwerfen. Wir bitten den Kongress, der Diplomatie eine Chance zu geben.”

Der Chef der radikalislamischen libanesischen Hisbollah-Miliz, Hassan Nasrallah, hat vor einem “Krieg in der Region” gewarnt, sollte es keine Einigung im Streit über das iranische Atomprogramm geben. Nasrallah äußerte sich in einer Rede anlässlich der Feierlichkeiten zum islamischen Aschura-Fest im Süden der libanesischen Hauptstadt Beirut.

Am Wochenende hatten die Gespräche der 5+1-Gruppe – der fünf UN-Vetomächte China, Großbritannien, Frankreich, Russland und USA sowie Deutschlands – mit dem Iran keinen Durchbruch gebracht. Nach Jahren der Stagnation sei man in Genf einer Übereinkunft aber “extrem nah” gekommen, hatte Kerry gesagt.