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Saudi-Arabien geht weiter massiv gegen Fremdarbeiter vor

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Saudi-Arabien geht weiter massiv gegen Fremdarbeiter vor

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Saudi-Arabien geht weiterhin massiv gegen Billigarbeiter aus dem Ausland vor. Nach Angaben der arabischen Zeitung “Al-Sharq Al-Awsat” wurden allein in Mekka mehr als 20.000 Migranten inhaftiert, deren Arbeitserlaubnis nicht mehr gültig war. Es handele sich um Männer und Frauen, die
vorwiegend aus Äthiopien, Ägypten, dem Jemen und Indonesien stammten.

Bereits am vergangenen Wochenende waren im Süden
der saudischen Hauptstadt Riad bei Ausschreitungen zwei Menschen getötet und Dutzende weitere verletzt worden. Die Proteste seien eskaliert, als die Afrikaner Steine warfen
und mit Messern drohten, hieß es in einem Polizeibericht.

Die saudischen Behörden haben seit dem Ende einer Duldungsfrist
am 3. November zahlreiche Schwarzarbeiter in Abschiebehaft
genommen.

Das islamische Königreich hängt stark von Arbeitskräften aus dem
Ausland ab. Viele von ihnen sind allerdings illegal beschäftigt. Bis zum Ablauf der Frist verließen bereits knapp eine Million
Gastarbeiter das Land.