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Französischer Priester in Kamerun verschleppt

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Französischer Priester in Kamerun verschleppt

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Nach der Entführung eines französichen Priesters in Kamerun hat dessen ehemalige Gemeinde in der Stadt Sceaux bei Paris einen Gottesdienst für ihn gefeiert. Der Geistliche wurde nach Angaben des Pariser Außenministeriums in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag in einer Missionsstation nahe der Grenze zu Nigeria verschleppt.

Der 42-jährige Georges Vandenbeusch diente der Gemeinde neun Jahre lang. Im Rahmen eines Priesteraustausches ging er 2011 nach Afrika. Nach Angaben des Bischofs der zuständigen Diözese Nanterre, Gérarad Daucourt, war Vandenbeusch sich der Risiken bewusst.

Die gut 15 Kidnapper seien mit einem Auto gekommen und hätten in der Missionsstation zunächst nach Geld und Wertsachen gesucht, allerdings nichts gefunden. Anschließend hätten sie an die Tür des Hauses des Priesters geklopft, dieser habe noch Zeit gehabt, die französische Botschaft zu benachrichtigen.

Die Missionsstation befindet sich in dem kleinen Ort Nguetchewe im Norden des Landes nahe der Grenze zu Nigeria. In der Grenzregion ist die Islamistengruppe Boko Haram aktiv. Sie operiert von Nigeria aus und liefert sich regelmäßig Gefechte mit der nigerianischen Armee.

Ebenfalls im Norden Kameruns war Anfang des Jahres eine französische Familie entführt und nach rund zwei Monaten wieder freigelassen worden. Boko Haram hatte sich zu der Entführung bekannt.

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