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Fukushima: Erstmals Lecks in Unglücksreaktor entdeckt

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Fukushima: Erstmals Lecks in Unglücksreaktor entdeckt

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Der Betreiber des havarierten Atomkraftwerks in Fukushima hat erstmals die Lecks ausgemacht, durch die radioaktives Wasser aus der Anlage tritt. Experten hatten mit einem ferngesteuerten Roboter Videoaufnahmen vom Inneren des Reaktors Nr.1 gemacht und dabei zwei undichte Stellen entdeckt.

Die Bergung der Brennstäbe aus dem zerstörten Reaktor Nr.4 ist unterdessen um zwei Wochen verschoben worden. Die Aktion birgt große Gefahren, sollten die Brennelemente an die Luft gelangen, könnten sie gigantische Mengen Radioaktivität freisetzen.

“Es ist extrem schwierig einen abgebrannten Brennstab zu entfernen, denn Teile des Mauerwerks und des Reaktorbodens sind geschmolzen”, so dieser Wissenschaftler. “Wir haben keine Erfahrungen mit einem geschmolzenen Boden, das kann sehr kompliziert sein.”

Verzögerungen gibt es auch bei der Entfernung der kontaminierten Erde rund um die Anlage: Die Reinigung von insgesamt elf Gemeinden sollte im März dieses Jahres abgeschlossen sein. Nun verschiebt sich das Projekt um drei Jahre. Arbeiter vor Ort machen Missmanagement für die Verzögerung verantwortlich.

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