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Kinderpornoring gesprengt: Weltweit mehr als 300 Verdächtige verhaftet

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Kinderpornoring gesprengt: Weltweit mehr als 300 Verdächtige verhaftet

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Bei internationalen Ermittlungen im Zusammenhang mit einem Kinderpornoring sind mehr als 300 Verdächtige verhaftet worden. Unter den Festgenommenen sollen sich Lehrer, Übungsleiter und Ärzte befinden, teilte die kanadische Polizei mit. Mehr als die Hälfte der Verdächtigen lebte in Kanada und den USA. Der Rest stammt aus zahlreichen anderen Ländern, u.a. aus Spanien und Australien.

Gerald O’Farrell , Chefermittler des U.S. Postal Inspection Service, sagte: “Mehr als 300 Kinder wurden bei den Ermittlungen als Opfer indentifiziert. Das Leben der Kinder hat sich für immer verändert, die Bilder von ihnen bleiben und zeigen ihren Missbrauch. Die Opfer waren noch nicht in der Pubertät, einige waren gerade einmal fünf Jahre alt. Derartige Dokumente verschwinden unter Umständen nicht mehr aus dem Internet. Das Kind wird immer wieder zum Opfer, wann immer diese Bilder wieder betrachtet werden.”

Die Ermittlungen begannen vor drei Jahren in Kanada und richteten sich gegen eine Firma namens Azovfilms. Polizeibehörden aus dreißig Ländern waren an der Operation beteiligt. Der Betreiber der Filmfirma hatte vor allem in Osteuropa Sexvideos- und -fotos anfertigen lassen. Über seine Webseite verkaufte er sie dann weltweit. Die Polizei rechnet mit weiteren Festnahmen und mit weiteren Opfern, die identifiziert und gerettet werden.