Eilmeldung

Sie lesen gerade:

Madrid kämpft gegen den Müll


Spanien

Madrid kämpft gegen den Müll

In Madrid wird endlich wieder Müll eingesammelt – allerdings nur unter Polizeischutz. Denn offiziell geht der Streik der Strassenfeger weiter – die Stadt verdonnerste jetzt jedoch eine Art Notfall-Truppe, den gröbsten Dreck im Zentrum der spanischen Hauptstadt zu beseitigen.
Mit ihrem unbefristeten Streik wollen die Stadtreiniger gegen Entlassungen und Lohnkürzungen protestieren. Gewerkschaften und den zuständigen privaten Unternehmen verhandeln zwar, sind aber nach Gewerkschaftsangaben noch weit von einer Einigung entfernt.
Deshalb türmen sich überall in Madrid seit Tagen die Müllberge. Wegen der Ausbreitung von Ungeziefer und möglichen Krankheitsgefahren drohe ein Gesundheitsalarm, berichten spanische Medien. Madrids Bürgermeisterin hatte den Beteiligten deshalb ein Ultimatum gestellt, um sich zu einigen. Nun also müssen rund 200 städtische Müllmänner zum Katastropheneinsatz anrücken. Die Polizei soll Auseinandersetzungen zwischen ihnen und den Streikenden verhindern, Ein Gewerkschaftsvertreter sagte, der Streik könne noch Monate dauern.

Jede Geschichte kann aus vielen Perspektiven erzählt werden. euronews Journalisten berichten in ihren Sprachen, mit ihrer Sicht der Dinge.

Nächster Artikel

welt

Greenpeace-Aktivisten droht längere U-Haft