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Sri Lanka: Britischer Premier macht Druck wegen 40 000 toter Zivilisten

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Sri Lanka: Britischer Premier macht Druck wegen 40 000 toter Zivilisten

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Der britische Regierungschef David Cameron hat die Regierung Sri Lankas ultimativ aufgefordert, Kriegsverbrechen aus der Endphase des Bürgerkriegs 2009 aufzuarbeiten – damals starben 40 000 Zivilisten. Die Untersuchungsergebnisse müssten bis März kommenden Jahres vorliegen, andernfalls werde er eine Aufarbeitung durch den UN-Menschenrechtsrat unterstützen.

Die Regierung von Sri Lanka akzeptiere bislang keine unabhängige Untersuchung, so Cameron auf dem Commonwealth-Gipfel in der srilankischen Hauptstadt Colombo. Das Land habe eine eigene Versöhnungskommission eingesetzt und die habe auch gut gearbeitet. Aber eine unabhängige Untersuchung sei notwendig. Sie habe eine internationale Tragweite und müsse energisch verfolgt werden.

Cameron traf am Rande des Gipfels auch einen der weltbesten Cricket-Spieler, Muttiah Muralitharan. Doch trotz der bunten Bilder, der Gipfel ist spannungsgeladen: Die Premierminister Kanadas und Indiens haben wegen der srilankischen Kriegsverbrechen das Treffen boykottiert .