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Prozessauftakt in London: Mutmaßliche Soldatenmörder vor Gericht

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Prozessauftakt in London: Mutmaßliche Soldatenmörder vor Gericht

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In London hat heute der Prozess gegen die mutmaßlichen Mörder des Soldaten Lee Rigby begonnen. Angeklagt sind zwei zum Islam konvertierte Briten, die im Mai Lee Rigby auf offener Straße erstachen. Die beiden Männer hatten ausgesagt, die Tat sei ein Racheakt für von der britischen Armee getötete Muslime. Sie erklärten sich für unschuldig.

Obwohl islamische Geistliche den Mord verurteilten, wurden anschließend verstärkt verbale und tätliche Angriffe auf Muslime in Großbritannien registriert. Bei Demonstrationen rechtsextremer Gruppen, die Vergeltung für den Soldatenmord forderten, kam es in der Folge wiederholt zu Zusammenstößen.

Die beiden Angeklagten hatten Rigby, der zeitweise in Afghanistan stationiert war, vor einer Kaserne im Südosten von London mit einem Auto angefahren und dann erstochen. Augenzeugen hatten die Tat gefilmt. Anschließend sollen die mutmaßlichen Täter versucht haben, zwei Polizisten zu töten.

Nach Angaben britischer Medien wuchsen die Männer in christlichen, aus Nigeria stammenden Familien auf und konvertierten im Jugendalter zum Islam. Beide hätten sich zusehends radikalisiert und extremistischen Gruppen angeschlossen, berichten Weggefährten.