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Russland: Greenpeace-Ärztin kommt auf Kaution frei

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Russland: Greenpeace-Ärztin kommt auf Kaution frei

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Es ist ein erster Teilerfolg für Greenpeace: Ein russisches Gericht hat die Freilassung einer Ärztin der Umweltschutzorganisation auf Kaution angeordnet. Die Russin Jekaterina Saspa hatte als Medizinerin an Bord des Greenpeace-Schiffes “Arctic Sunrise” gearbeitet, war aber nicht aktiv an einem Protest gegen Ölbohrungen in der Arktis beteiligt. Die für sie zu hinterlegende Geldsumme beträgt rund 46 000 Euro.

In einem zweiten Verfahren wurde eine Freilassung des Australiers Colin Russell auf Kaution abgelehnt – aufgrund drohender Fluchtgefahr. “Ich habe nichts Unrechtes getan”, so der Bordfunker der Arctic Sunrise. “Ich verstehe nicht, warum ich hier festgehalten werde. Ich habe zwei schwierige Monate hinter mir – wegen nichts. Ich habe nichts Unrechtes getan.”

Den insgesamt 30 Aktivisten drohen wegen “Rowdytums” je sieben Jahre Haft. Sie hatten vor zwei Monaten in der Arktis gegen russische Ölbohrungen protestiert und waren von Sicherheitskräften festgenommen worden. Seitdem sitzen die Umweltschützer hinter Gittern.

(dpa, Reuters)