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Experte: Sardinier selber schuld an Hochwasserchaos

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Experte: Sardinier selber schuld an Hochwasserchaos

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Auf der italienischen Insel Sardinien haben schwere Unwetter mindestens 16 Menschen in den Tod gerissen. Tausende mussten wegen der sintflutartigen Regenfälle ihre Wohnungen verlassen. Viele wurden von den Wassermassen überrascht und klagen, sie seien zu spät gewarnt worden. Die Behörden weisen den Vorwurf zurück, viele Bürger hätten sich geweigert ihre Häuser zu verlassen. Der Präsident der Region, Ugo Cappellacci, sprach von einem “Jahrtausendhochwasser” und fügte hinzu, die Situation sei “leider wirklich dramatisch”.

Paolo Messina vom Nationalen Forschungszentrum (CNR) erklärte: “Sardinien ist eine dieser Regionen, die das Land vernachlässigen. Der Grund und Boden wurde nicht instand gehalten. Pflegen das bedeutet: die Flussbetten säubern und nicht in Hochwassergebieten bauen. All das erklärt, warum es soweit gekommen ist. Die lokalen und nationalen Behörden tragen einen Teil der Verantwortung, denn es gab sehr viele Vorschläge von Forschungsinstituten, die vor der hydrogeologischen Situation in dem Gebiet gewarnt haben. Doch es hat sich nur wenig getan.”