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Nokia zerschlagen

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Die Aktionäre des finnischen Telekommunikationskonzerns Nokia haben mit großer Mehrheit dem Verkauf der kriselnden Handysparte an den US-Softwarekonzern Microsoft zugestimmt.

Die Stimmung, vor allem unter den finnischen Aktionären, war zuletzt extrem gereizt. Nach dem Wechsel des ehemaligen und künftigen Microsoft-Managers Stephen Elop an die Nokia-Spitze vor drei Jahren hatte die Aktie in der Spitze mehr als 80 Prozent verloren.

Microsoft zahlt rund vier Milliarden Euro.

Aktionäre mit mehr als drei Vierteln der Stimmrechte hatten schon vor der außerordentlichen Hauptversammlung an diesem Dienstag abgestimmt – sie votierten nahezu komplett für den Verkauf.

Nokia will sich ab Anfang 2014 auf das Geschäft mit Netzwerkausrüstung konzentrieren. Neue Säulen des Konzerns sind dann der digitale Kartendienst und der Netzwerkausrüster NSN. Von den Umsätzen des Jahres 2012 verschwindet rund die Hälfte. Etwa 32 000 Mitarbeiter wechseln zu dem Software-Riesen. Zuletzt arbeiteten für Nokia insgesamt rund 87 100 Beschäftigte – gut 18 000 weniger als noch vor einem Jahr.

su mit dpa