Eilmeldung

Eilmeldung

Paris: Eine Stadt jagt einen Attentäter

Sie lesen gerade:

Paris: Eine Stadt jagt einen Attentäter

Schriftgrösse Aa Aa

Die französische Polizei fahndet weiter mit Hochdruck nach dem Pariser Attentäter, der am Montag die Zeitung Libération überfallen und einen Mann schwer verletzt hat. Die Ermittler dementierten einen Bericht, wonach der Schütze angeblich gefasst worden sei. Sie teilten mit, ein in Paris verhafteter Verdächtiger sei wieder freigelassen worden. Ein neues Bild des Attentäters wurde unterdessen veröffentlicht. Es zeigt ihn wesentlich deutlicher, als auf den bisherigen Aufnahmen. Zu den am Montag veröffentlichten Bildern gingen bei den Ermittlern mehr als 400 Hinweise aus der Bevölkerung ein. Sie führten bislang aber nicht zur Identifizierung des Täters.

Vermutlich derselbe Mann bedrohte am Freitag im Gebäude des Nachrichtensenders BFM einen Chefredakteur. Ein in Frankreich bekannter Pfarrer, Père Christian Aurenche, der den Attentäter an der Treppe traf, äußerte sich nun im Fernsehen. Als er gehört habe, was da mit dem jungen Mann bei Libération geschehen sei, da habe er erst verstanden, dass er einem sehr gefährlichen Menschen begegnet sei, mit einer geladenen Waffe, so Aurenche. Er sei sich aber nicht sicher, ob der sie wirklich benutzen wollte. Er wisse selbst nicht, warum er nicht auf den Unbekannten geachtet habe, als der das zweite Mal an ihm vorbeikam.”

Der junge Mann, eine Fotoassistent der Tageszeitung, der am Montag angeschossen wurde, ist inzwischen aus dem Koma erwacht. Er steht unter ständiger ärztlicher Kontrolle. Über die Motive des Attentäters ist bislang nichts bekannt.
Ein Passant meint: “Manche Menschen sind verrückt, andere übergeschnappt. Der Kerl hat vielleicht persönliche Motive. Solange sie ihn nicht gefunden haben, bleibt er gefährlich. Wir reden hier über einen Typen, der frei rumläuft und jederzeit jemanden töten kann.” Eine Frau sagt: “Ich habe Angst. Ich habe Kinder, die mit der Straßenbahn fahren. Ich bin sehr, sehr besorgt.”
Nach den Schüssen auf eine Bank fürchten sich die Franzosen nun vor weiteren Anschlägen.

Folgen Sie Euronews auf Deutsch auch bei Facebook und Twitter