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Die Diagnose stellt der Krankenhausroboter

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Die Diagnose stellt der Krankenhausroboter

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Arztvisite im kalifornischen San Juan Medical Center. Der Neurologe Asad Chaudhary erkundigt sich nach dem Befinden einer Schlaganfallpatientin. Oder besser gesagt, er führt eine Videokonferenz mit ihr, denn eigentlich ist er gar nicht da. Ein mit Bildschirm, Kamera, Mikrofon und Lautsprechern ausgestatteter Krankenhausroboter auf Rädern vertritt den Mediziner am Krankenbett. “Das ermöglicht eine schnelle Beurteilung der Situation des Patienten, als wäre man im selben Raum. Natürlich kann das nicht die persönliche Untersuchung ersetzen, aber es ist eine annehmbare Alternative”, meint der Arzt.

Der Arzt kann auf Distanz die Krankenakte und Patientendaten abrufen. Die Maschine kann zudem mit Diagnosegeräten wie einem Ultraschall verbunden werden. Um die Maschine zum Patienten zu schicken, wird auf dem digitalen Plan das entsprechende Zimmer markiert. Der Roboter ist mir Sensoren ausgestattet, die eine sichere Navigation ermöglichen.

“Diese Technologie erlaubt eine virtuelle Präsenz”, sagt Alan Shatzel von Mercy Telehealth Nework. “Sie hat ihre Grenzen, weil wir den Patienten nicht berühren können. Aber was die klinische Beurteilung angeht, können wir eine Diagnose stellen, die fast ebenso verlässlich ist wie eine direkte Untersuchung.”

Telepräsenzroboter sind seit knapp einem Jahr in US-Krankenhäusern zugelassen. Sie sind auch eine Lösung für abgelegene medizinische Einrichtungen, die dringend die Meinung eines Experten benötigen.