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Finanzkrise: US-Marktführer JPMorgan zahlt Milliarden für Fehltritte

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Finanzkrise: US-Marktführer JPMorgan zahlt Milliarden für Fehltritte

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Die US-Großbank JPMorgan hat in dem Streit um dubiose Hypothekengeschäfte im Vorfeld der Finanzkrise 2007/2008 umfangreiches Fehlverhalten eingeräumt und zahlt fast 10 Milliarden Euro in einem Vergleich mit den US-Behörden.

Mitarbeiter der Bank hätten regelmäßig und wissentlich Produkte an Investoren verkauft, die von schlechterer Qualität gewesen seien als angegeben, so die Staatsanwaltschaft. Man habe nicht gegen Gesetze verstoßen, betont die Bank.

JPMorgan ist sie die größte Bank der USA und laut Forbes das weltweit zweitgrößte börsennotierte Unternehmen.

Professor John Coffee, Columbia University Law School:

“Diese Geldbuße ist dreimal so hoch wie die für British Petroleum (BP) nach der Ölpest im Golf von Mexiko. Das ist definitiv eine härtere Vergeltung, die die US-Regierung da ausdrückt. Aber auch eine Rekordstrafe, ohne Ross und Reiter zu nennen – die verantwortlichen Manager, die diese üblen und kriminellen Entscheidungen getroffen haben.”

Dabei sagt der US-Justizminister Eric Holder:
“Ohne Zweifel hat das hier aufgedeckte Verhalten dazu beigetragen, die Saat für den Kollaps an den Hypothekenmärkten zu legen.”

Am US-Immobilienmarkt hatte 2007 die globale Banken- und Finanzkrise begonnen, heute Staatsschulden- und Weltwirtschaftskrise.

Zur Zeit wird noch in mindestens neun anderen Fällen gegen die Bank ermittelt. Sie hat dafür 17 Milliarden Euro zur Seite gelegt.

su mit Reuters