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Geldwäscheverdacht: Schalter zu bei Moskauer Bank

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Geldwäscheverdacht: Schalter zu bei Moskauer Bank

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Wegen des Verdachts der Geldwäsche hat die russische Zentralbank der Moskauer Master-Bank die Lizenz entzogen. Die mittelgroße Bank ist vor allem stark im Privatkundengeschäft und betreibt eines der größten Geldautomaten-Netze in Moskau.

Kunden haben etwa 677 Millionen Euro bei der Master-Bank liegen, für Marktexperten der bisher schwerste Fall für die Einlagensicherung in Russland.

Denn nach einer Razzia sind alle Geldgeschäfte gestoppt, die Kreditkarten gesperrt.

Zentralbank Gouverneurin Elvira Nabiullina vor der Staatsduma:

“Für diese Bankkunden gibt es eine Einlagensicherung bis 15 800 Euro. Die Kunden sollten ihr Geld spätestens ab dem 4. Dezember abheben können.”

Die 1992 gegründete Master-Bank gehört zu den 100 größten Geldhäusern Russlands und steht bis auf Weiteres unter Zwangsverwaltung.

Igor Putin – ein Vetter von Kremlchef Wladimir Putin – sitzt seit zwei Jahren im Aufsichtsrat.

Nabiullinas Vorgänger, Sergei Ignatjew, hatte schon im Februar über die massive Geldwäsche bei vielen der 936 russischen Banken geklagt.

su mit dpa, Reuters