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Sardinien im Schockzustand

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Sardinien im Schockzustand

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Eine Insel im Schockzustand: auf Sardinien versuchen verzweifelte Menschen nach den verheerenden Regenfällen, das zu retten, was ihnen geblieben ist. Mindestens 16 Menschen starben, mehr als 1.700 Menschen mussten in Notquartieren untergebracht werden.

Die Flut traf Sardinien völlig unvorbereitet. In die Verzweiflung mischt sich Wut, viele sagen, sie seien nicht gewarnt worden. Am schlimmsten traf es die Hafenstadt Olbia im Nordosten Sardiniens.

Eine Betroffene: “Mein Freund und ich sind durch die Fenster geschwommen und haben es nach oben geschafft. Meine Schwester und ihr Mann sind aus Cagliari gekommen. Die Behörden haben gesagt, dass die Armee hier ist, um zu helfen, aber wir haben hier niemanden gesehen.”

Die Schäden nach dem Tief “Cleopatra” sind immens. Brücken wurden weggerissen, Häuser überflutet. Mehrere Orte wurden von der Außenwelt abgeschnitten, teilweise fiel der Strom aus. Innerhalb weniger Stunden gab es mehr Regen als sonst in einem halben Jahr.

Unterdessen sind die ersten Opfer beigesetzt worden. In Olbia wurden sechs Menschen zu Grabe getragen, darunter ein Vater und sein dreijähriger Sohn. Bürgermeister Gianni Giovannelli hatte für den Tag eine Trauer angeordnet.