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Digitales Dorf: Gesundheit und Bildung im Container

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Digitales Dorf: Gesundheit und Bildung im Container

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Schule und Arztpraxis vereint das “digitale Dorf”, ein Projekt der südafrikanischen Regierung in Zusammenarbeit mit einem großen Elektronikkonzern. Ziel ist, Unterricht und medizinische Versorgung in abgelegene Regionen zu bringen. Gerade hat die blaue Wagenburg in Midrand ihre Zelte aufgeschlagen. Ähnliche digitale Dörfer soll es bis Ende des Jahres auch in Gabun und Äthiopien geben.

Der intelligente Klassenraum im Container verfügt über Computer und Internetzugang und kann bis zu 24 Schüler empfangen. Für den nötigen Strom sorgen Sonnenkollektoren.

Das sei sehr nützlich und könne das Leben junger Menschen tatsächlich verändern, meint die ehemalige Schülerin Lefa Makgato. “Ich komme aus einer armen Region, in der Schüler keinen Zugang zu diesen Technologien haben. Mir hat das wirklich sehr geholfen, die Grundlagen der Computerbedienung zu erlernen. Ich habe gelernt, wie man E-Mails verschickt und Briefe entwirft. Auf diese Weise konnte ich Bewerbungen an Universitäten verschicken.”

Auch das medizinische Zentrum wird mit Sonnenenergie betrieben und bietet unter anderem augen- und zahnärztliche Untersuchungen an. Auch ein Labor für die Analyse von Blutwerten ist mit an Bord. Per Videokonferenz kann ein Arzt hinzugeschaltet werden, um auf Distanz eine Diagnose zu bestätigen oder Medikamente zu verschreiben.

Noch ist das digitale Dorf nicht komplett. Weitere Serviceleistungen wie ein Postamt und eine Polizeistation sollen hinzukommen.