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Iran gegen Frankreich: Verbaler Schlagabtausch überschattet Atomverhandlungen

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Iran gegen Frankreich: Verbaler Schlagabtausch überschattet Atomverhandlungen

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Vor der neuerlichen Verhandlungsrunde über das iranische Atomprogramm in Genf machen wieder die Worte Hoffnung und Optimismus die Runde. Doch im Hintergrund rumort es.

Der Iran und Frankreich, das in der 5+1-Gruppe die Rolle des Hardliners eingenommen zu haben scheint, lieferten sich verbale Scharmützel, die eine pragmatische Lösung erst einmal blockierten. Irans Vizeaußenminister Abbas Araghchi sagte: “Wir versuchen zunächst das Vertrauen wiederherzustellen, das in der vergangenen Verhandlungsrunde aufgrund von Missverständnissen oder Missmanagement verloren gegangen ist. Ernsthafte inhaltliche Verhandlungen gab es bisher nicht.”

Frankreichs Außenminister Laurent Fabius hielt dagegen. Bislang habe der Iran den Standpunkt der fünf UN-Vetomächte plus Deutschland nicht akzeptiert, meinte er. Er hoffe dennoch auf eine Einigung, sagte Fabius in einem Fernsehinterview: “Aber es kann nur eine Einigung geben, wenn man dazu auch entschlossen ist.”

euronews-Reporterin Fariba Mavaddat schätzt die Situation wie folgt ein: “Hier in Genf hat man den Eindruck, dass beide Lager erst einmal öffentlich ihre Positionen darlegen wollen. Aber im Hintergrund erkennt man durchaus einige positive Anzeichen dafür, dass eine Einigung generell möglich ist.”

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