Eilmeldung

Eilmeldung

Iran-Gespräche: "Jede Einigung ist ein Ergebnis"

Sie lesen gerade:

Iran-Gespräche: "Jede Einigung ist ein Ergebnis"

Schriftgrösse Aa Aa

In Genf wird wieder im Atomstreit mit dem Iran verhandelt. Und auch wenn die Diplomaten mit schnellen und zielsicheren Schritten durch die Eingangstür kamen – sie haben sich erst einmal vorsichtig an die Gesprächspartner herangetastet und vorsichtige Ziele formuliert. Der Iran möchte, dass die Wirtschaftssanktionen gegen das Land gelockert werden. Der Westen möchte, dass der Iran dafür erst einmal Teile seines Atomprogramms auf Eis legt. Jetzt suchen die Unterhändler eine Zwischenlösung.

Euronews-Journalistin Farriba Mavvadat begleitet die Gespräche. Und sie sagt, worüber hinter den Kulissen diskutiert wird. Die Meinung der 5+1-Gruppe, also der fünf UN-Vetomächte USA, Russland, China, Großbritannien und Frankreich sowie Deutschland ändere sich sehr häufig, heißt es aus Gesprächskreisen. Währenddessen sei die Position des Iran gleich geblieben.

Die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton leitet in Genf die
5+1-Gruppe. Sie traf sich am Mittwoch mit dem iranischen Außenminister Dschawad Sarif. Ihr Sprecher sagte im Gespräch mit euronews:

“Der Anspruch war immer, dass es einen ersten Schritt gibt, der Vertrauen schafft. Und die weiteren Schritte könnten dann darauf aufbauen. Das ist so kompliziert, das kann man nicht einfach über Nacht erreichen. Wir arbeiten daran, ein Einvernehmen mit dem Iran zu erreichen, das robust ist. Aber selbst im Falle einer ersten Einigung bliebe noch viel Arbeit.”

Weiter sagte er:

“Wie dynamisch es weitergeht, wird sich zeigen. Das werden wir immer kurzfristig auf der Basis der erreichten Ergebnisse entscheiden. Wir wollen weiterkommen und uns weiter annähern. Wir wollen so viele Fortschritte machen wie möglich. Wichtig ist: Jede Einigung ist ein gutes Ergebnis. Es wird so lange dauern, wie es eben braucht.”

Catherine Ashton meets with Iran Foreign Minister Zarif

Catherine Ashton meets with Iran Foreign Minister Zarif