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Machtprobe zwischen Ungarn und den Banken: Kartellstrafe

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Machtprobe zwischen Ungarn und den Banken: Kartellstrafe

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Das ungarische Wettbewerbsamt hat eine Rekordstrafe von knapp 33 Millionen Euro gegen elf in Ungarn tätige Institute verhängt, unter anderem gegen eine Tochter der deutschen BayernLB (MKB), gegen die Erste Bank, Raiffeisen und Bank Austria aus Österreich und vor allem die ungarische OTP.

Der Vorwurf: Sie hätten durch Absprachen versucht, die Umsetzung eines Gesetzes zu hintertreiben. Das Entschuldungsgesetz aus dem Jahr 2011 war ein Prestige-Objekt der rechts-nationalen Regierung von Ministerpräsident Viktor Orban. Es ermöglichte vor allem wohlhabenderen Schuldnern, ihre Fremdwährungskredite auf Kosten der Banken ermäßigt und in einem Zug zu tilgen.

Vor der Finanzkrise hatten viele Ungarn ihre Immobilien in fremden Währungen finanziert – dann sackte der Forint ab, die Kreditsummen explodierten.

su mit Reuters, dpa