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Brüssel schweigt nach der Absage Kiews

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Brüssel schweigt nach der Absage Kiews

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Einen Tag nach der Absage der Ukraine, mit der EU ein Assoziierungsabkommen zu unterzeichnen, herrscht in Brüssel betretenes Schweigen. Erweiterungskommissar Stefan Füle war für eine öffentliche Stellungnahme nicht zu erreichen. Aus dem Amt der EU-Außenbeauftragten Catherine Ashton hieß es, man sei enttäuscht. Doch man glaube, dass die Zukunft der Ukraine in einer engen Beziehung mit der Europäischen Union liege, so eine Sprecherin des Außenamts. Angesichts des russischen Drucks habe man klargemacht, dass jedes Land frei über seine Beziehungen bestimmen dürfe. Der russische Staatschef Wladimir Putin, der die Ukraine an die kurze Leine genommen hat, nutzte die Gelegenheit, um gegen die Europäische Union kräftig nachzutreten. Die europäischen Partner hätten der Ukraine gedroht, sagte Putin. Und sie stifteten zu Massenprotesten in der Ukraine an. Man drohe und erpresse. Der russische EU-Botschafter Wladimir Wladimir Tschischow verglich die Europäische Union sogar mit einer Straßenwalze. Die Union habe der Ukraine Befehle erteilt, was sie zu tun habe, welche Gesetze sie verabschieden, welche Reformen sie durchführen müsse und wen sie aus der Haft zu entlassen habe. “Die EU hat weder der Ukraine noch den anderen Mitgliedern der Östlichen Partnerschaft die volle Mitgliedschaft angeboten. Nun kann die Ukraine der Zollunion beitreten”, fügte er hinzu.