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Internationaler Seegerichtshof verlangt Freilassung von Greenpeace-Aktivisten

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Internationaler Seegerichtshof verlangt Freilassung von Greenpeace-Aktivisten

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Laut einer Entscheidung des Internationalen Seegerichtshofs muss Russland das während einer Protestaktion beschlagnahmte Greenpeace-Schiff “Arctic Sunrise” freigeben. Weiter bestimmte das Gericht in Hamburg, dass die Besatzung freizulassen sei.

“Es ist traurig, dass unsere Aktivisten zwei Monate inhaftiert waren für ein Verbrechen, das sie nicht begangen haben”, so Kumi Naidoo, der Direktor von Greenpeace International. “Dabei darf nicht vergessen werden, dass sie bei dieser friedlichen Aktion nicht aus Eigeninteresse gehandelt haben.”

Die russische Justiz hat für die verhafteten Aktivisten bereits die Freilassung gegen Kaution angeordnet, bestreitet aber weiter die Zuständigkeit des internationalen Tribunals. Russland habe die Seerechtskonvention der Vereinten Nationen nur teilweise ratifiziert, so heißt es aus Moskau, und erkennt grundsätzlich keine Einscheidungen an, die die nationale Souveränität einschränken.

Aus russischer Sicht haben die Greenpeace-Aktivisten bei ihrem Protest gegen Umweltzerstörung in der Arktis gegen russisches Strafrecht verstoßen. Moskau wirft ihnen Rowdytum vor, was mit sieben Jahren Haft geahndet werden kann.