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Samaras in Berlin: Schulterklopfen, aber (noch) keine Schuldenhilfe

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Samaras in Berlin: Schulterklopfen, aber (noch) keine Schuldenhilfe

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Der griechische Ministerpräsident Antonis Samaras hofft nach unerwarteten Reformerfolgen auf Erleichterungen beim
Schuldenabbau. Sollten sich die Erfolge bei der Haushaltssanierung und der in diesem Jahr erzielte Primärüberschuss bestätigen, könnte man sich im Frühjahr vielleicht über mögliche Schuldenerleichterungen
unterhalten, so Samaras in Berlin.

Erst mal gab’s Schulterklopfen von der Gastgeberin.

“Ich glaube, es ist ganz wichtig, dass die Versprechungen und Zusagen, die Griechenland gemacht hat, umgesetzt werden und dass auf dieser Basis dann die nächste Tranche ausgezahlt werden kann. Und nach allem, was ich heute aus diesem Gespräch mitnehme, ist das keine ganz einfache Arbeit, aber auch eine machbare Arbeit,”

mahnte die die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Die Regierung in Athen hatte dem Parlament einen Haushaltsentwurf für 2014 vorgelegt – auch ohne das grüne Licht der Troika.

Griechenlands Ministerpräsident Antonis Samaras:

“Es wird keine Notwendigkeit geben für ein neues Memorandum oder neue Geldgaben. Wir wollen das aktuelle Programm durchziehen, die Ziele dieses Programms, die Entscheidungen von Eurogruppe und Troika. Wir sind also in der Spur. Wir wollen nichts zusätzlich. Wir erfüllen unseren Teil der Abmachung und meinen, alle anderen sollten das auch tun.”

Die anderen Europäer hatten weitere Hilfen zugesagt, wenn Athen die Bedingungen dafür erfüllt. Dazu gehört ein Primärüberschuss – dass das Land also mehr Geld einnimmt als es ausgibt – ohne Schuldendienst.

Dieses Ziel wurde dieses Jahr schon erreicht, ein Jahr früher als erwartet.

Niedrigere Zinsen oder mehr Zeit für die Rückzahlung der Hilfskredite des hoch verschuldeten Landes sind seit längerem im Gespräch.

su mit dpa