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Lettland in Trauer nach Supermarkt-Tragödie

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Lettland in Trauer nach Supermarkt-Tragödie

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Nach dem Einsturz eines Supermarktes in Riga hat die lettische Regierung eine dreitägige Staatstrauer verhängt. Mindestens 51 Menschen kamen bei dem Unglück ums Leben. Dutzende sind immer noch unter den Trümmern begraben. Die Rettungsarbeiter baten die anwesenden Angehörigen die Vermissten anzurufen, um sie so zu orten. Die Helfer müssen noch rund 400 Quadratmeter durchkämmen.

Nils Usakovs, der Bürgermeister von Riga, erklärte: “Die Rettungsarbeiter werden wahrscheinlich bis Sonntag Abend weitermachen. Es ist keine einfache Aufgabe. Sie müssen wissen, die Trümmer sind sehr schwer, im Durchschnitt wiegt jedes Teil bis zu siebeneinhalb Tonnen. Es dauert zwischen einer viertel und einer halben Stunde, um ein Teil wegzuräumen.” Ein Feuerwehrmann fügte hinzu: “Wir werden so lange wie nötig nach den Vermissten suchen. Es gibt immer noch Hoffnung, dass Menschen überlebt haben. Wir räumen nun die Trümmer weg.”

Die Ursache der Katastrophe ist noch nicht geklärt. Der Regierung zufolge gibt es Anzeichen, dass gegen Bauvorschriften verstoßen worden sei. Die Ermittlungen laufen. Das Bürgermeisteramt von Riga kündigte zudem an, dass die Familien der Toten rund 14.000 € Entschädigung erhalten werden.