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Nachspielzeit für die Delegierten der UN-Klimakonferenz

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Nachspielzeit für die Delegierten der UN-Klimakonferenz

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Die UN-Klimakonferenz in Warschau geht in die Verlängerung. Einer der Streitpunkte ist der Zeitplan. 2015 soll in Paris ein Klimaschutzabkommen verabschiedet werden. Während die Europäische Union will, dass alle Länder schon vorher ihre Vorstellungen offen legen, treten die USA und die Schwellenländer auf die Bremse.

Die EU-Klimakomissarin Connie Hedegaard gab sich kämpferisch: “Es gibt immer noch eine Gruppe an Ländern, die der Meinung sind, dass es eine Trennung zwischen Industrie- und Entwicklungsländern geben sollte. Das ist nicht nur für die Europäische Union sondern auch für viele andere Länder nicht akzeptabel. Nur wenn wir unser Bestes geben, werden wir nach 2020, das erreichen, was wir wollen und brauchen.”

Ab 2020 sollen den bedürftigen Ländern jährlich 100 Milliarden Dollar für Klimaschutzmaßnahmen zur Verfügung gestellt werden. Doch woher das Geld kommen soll, ist unklar. Die Industrienationen sind zu keinen verbindlichen Zusagen bereit. Jan Kowalzig von Oxfam sagte: “Klimawandel ist schon jetzt verantwortlich für Hungersnot. Deswegen ist es so wichtig, dass diese Konferenz erfolgreich zu Ende geführt wird.” Aus Verärgerung über die schleppenden Verhandlungen hatten große Umweltorganisationen wie Greenpeace die Konferenz bereits am Donnerstag verlassen. Bei dem Klimagipfel 2014 in Peru sind sie allerdings wieder mit dabei.