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Supermarkt-Einsturz: Lettlands Präsident spricht von Mord

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Supermarkt-Einsturz: Lettlands Präsident spricht von Mord

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Die Rettungsarbeiten in dem eingestürzten Einkaufszentrum in Riga mussten unterbrochen werden, nachdem weitere Teile des Dachs sich lösten. Bislang wurden 54 Leichen geborgen und die Hoffnung noch Überlebende zu finden, schwindet. Ein Sprecher des Supermarkts bestätigte unterdessen, dass eine halbe Stunde vor dem Kollaps der Alarm losging, doch das Gebäude wurde nicht evakuiert, weil nichts auf ein Feuer hindeutete.

Lettlands Präsident Andris Berzins forderte, die Schuldigen für die Katastrophe zur Verantwortung zu ziehen: “Viele hilflose Menschen sind ermordet worden. Ich stelle nicht die Kompetenz der Bauarbeiter in Frage, aber ich bin der Meinung, dass wir internationale Experten, die keine Verbindung zu unseren Baugeschäften haben, mit der Untersuchung des Unglücks beauftragen sollten.”

Die Baufirmen wiesen Vorwürfe über möglichen Pfusch zurück. Sämtliche Baumaßnahmen seien im Einklang mit lettischen Gesetzen erfolgt. Regierungschef Valdis Dombrovskis rief das Volk am zweiten Tag der Staatstrauer auf, fest zusammenzuhalten.