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Atomstreit mit Iran: "historischer Durchbruch" geschafft

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Atomstreit mit Iran: "historischer Durchbruch" geschafft

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Nach zähem Ringen haben sie den Durchbruch im Streit um das iranische Atomprogramm geschafft. Die 5 UN-Vetomächte und Deutschland erzielten mit dem Iran eine Einigung. Es brauchte drei Anläufe in Genf, um diesen “Historischen Durchbruch” zu schaffen. Die Einigung ist eine Übergangslösung für die kommenden sechs Monate. Sie sieht vor, dass der Iran Teile seines Atomprogramms aussetzt. Im Gegenzug werden Sanktionen gegen das Land teilweise gelockert. US-Außenminister John Kerry erläuterte die Details:

“Die Lockerungen betreffen im Wesentlichen den Rohölhandel. Gelder aus iranischen Ölverkäufen über 4,2 Milliarden Dollar, die normalerweise auf ein Konto fließen, das durch unsere Sanktionen gesperrt ist, werden freigegeben.”
Außerdem soll der Handel mit Erdölprodukten und Edelmetallen wieder möglich werden. Der Preis: Der Iran darf weiterhin Uran anreichern, aber nur bis fünf Prozent. Bestände des auf 20 Prozent höher angereicherten Urans müssen unschädlich gemacht werden. Es wird verstärkte internationale Inspektionen und Beschränkungen für den Bau des Schwerwasserreaktors Arak geben. So soll verhindert werden, dass der Iran Atomwaffen herstellt. Die bisherigen Sanktionen gegen den Iran wirken. Die Wirtschaft liegt danieder, ausländische Investoren sind fort. Der wirtschaftliche Druck im Land ist groß. Doch damit alle Sanktionen aufgehoben werden, bedarf es einer endgültigen Vereinbarung, und die steht noch aus.